Nachhaltig anlegen, auch wenn die Welt unruhig ist
Steigende Kosten, fehlende Fachkräfte und zurückhaltende Verbraucher machen vielen Unternehmen zu schaffen. Dazu kommen politische Krisen und ein US-Präsident, dessen Entscheidungen die Märkte immer wieder überraschen. Kein Wunder, dass es an der Börse 2026 turbulent zugeht. Trotzdem halte ich nachhaltige Aktienfonds weiterhin für eine sinnvolle Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen. Entscheidend ist, welches Risiko Sie dabei tragen können.
Bevor Sie jetzt kaufen, verkaufen oder auf einen vermeintlich sicheren Tipp reagieren: Nehmen Sie sich einen Moment. Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Anlage deutlich an Wert verliert? Und was würde ein solcher Verlust für Sie bedeuten?
Genau darin liegt für mich der Kern des Risikos. Ein Kursrückgang trifft jemanden, der das Geld bald benötigt, viel härter als jemanden, der Zeit und ausreichende Rücklagen hat. Wer im falschen Moment verkaufen muss, kann eine spätere Erholung nicht mehr abwarten.
Auch bei nachhaltigen Fonds lohnt sich deshalb ein genauer Blick. Mehrere Fonds allein garantieren keine gute Streuung: Halten sie dieselben großen Aktien oder setzen sie alle auf eine Branche, hängt zu viel von wenigen Entwicklungen ab.
Mein Rat: Lassen Sie sich von schlechten Nachrichten nicht zu überstürzten Entscheidungen treiben. Prüfen Sie, wie Ihr Depot aufgestellt ist – und vor allem, ob es zu Ihrem Leben und Ihrem Zeithorizont passt.
Angeregt durch Beiträge von ECOreporter zur Risikoprüfung und zur Streuung nachhaltiger Anlagen.

